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Wie machst du das?

Wie genau funktionieren eigentlich die Zauberkunststücke?

Wird ein Zauberkünstler danach gefragt, wie er seine Tricks so macht, dann kommen meistens Antworten wie »Hoffentlich gut!« oder »Das bleibt mein Geheimnis!«.

Die Zauberkunst lebt von der Verblüffung der Zuschauer. Illusionen und Täuschungen sind viel schwerer zu bewirken, wenn ein Zuschauer die Geheimnisse kennt. Viele Menschen haben Zauberkunst leider irgendwann einmal als eine Art Wettbewerb kennengelernt, bei dem die Zuschauer gegen den Zauberer antreten. Dieser versucht seine Geheimnisse zu bewahren, während die Zuschauer versuchen hinter diese zu kommen. Für mich hat das dann wenig mit guter Unterhaltung und schon gar nichts mit Kunst zu tun. Man stelle sich vor, es ginge bei einem guten Spielfilm nur darum, möglichst raffiniert zu verbergen, mit welchen Mitteln man Kulissen echt aussehen lässt und die Zuschauer würden die ganze Zeit darüber rätseln, mit welchen Techniken die Szenen so real produziert werden konnten. Auf der anderen Seite kann man ja auch bei vielen Kinofilmen auf DVD ein »Making of« ansehen und trotzdem gelingt einem guten Filmemacher die Kunst, Zuschauer von der realen Welt in eine Traumwelt zu entführen. Aber beim Kino geht es eben nicht so zentral um die Tricktechnik oder Verblüffung, sondern im Kern eher darum, eine Geschichte zu erzählen.

Mit meiner Zauberkunst möchte ich auch oft Geschichten erzählen (oft reale Geschichten aus meinem Leben und Geschichten, die von der Gnade und Liebe Gottes handeln). Es soll im Kern eben nicht um ein Puzzle gehen, das der Zuschauer enträtseln will (und hoffentlich nicht kann), sondern primär um das unterhaltsame Erlebnis einer in der Realität nicht möglichen Welt, in welcher die Naturgesetze scheinbar nicht gelten.

Daher stellen mir meine Zuschauer auch selten Fragen nach den Trickgeheimnissen. Ich habe auch keine Angst, dass meine Zauberkunst morgen nicht mehr unterhaltsam sein könnte, wenn ein »maskierter Magier« auf RTL mal wieder verrät, mit welchen Tricks wir arbeiten. Trotzdem halte auch ich mich an die in der Zauberkunst übliche ethische Verpflichtung, die Trickgeheimnisse zu bewahren. Als Mitglied eines säkularen Zauberverbandes und der Gemeinschaft christlicher Zauberkünstler habe ich mich sogar ausdrücklich dazu verpflichtet, dies zu tun.

Für mich hat das neben dem oben genannten auch noch einen weiteren Grund: So wie ein Spitzenkoch nicht jedem Gast seines Restaurants seine Rezepte und Vorgehensweisen beim Zubereiten der Speisen verraten wird, halten wir Zauberkünstler unsere »Rezepte« eben auch geheim, um uns vor Konkurrenz zu schützen. Wenn meine »Rezepte« morgen in der Zeitung ständen, dann hätten sie deutlich an Exklusivität verloren.

Daher gilt auch für mich: Die Trickgeheimnisse bleiben geheim und wer mehr wissen möchte, muss sich schon die Mühe machen und Zauberkunst erlernen.